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Pressemeldungen 2013

Grünenthal setzt sich für die Verbesserung der europäischen Standards in der Schmerzbehandlung ein

Aachen, 28. Oktober 2013 – 96 Millionen Europäer leiden an chronischem Schmerz.1,2 21 Prozent davon sind bereits seit mehr als 20 Jahren betroffen. In der Folge verursacht chronischer Schmerz in Europa einen Ausfall von fast 500 Millionen Arbeitstagen pro Jahr, wodurch der Wirtschaft Kosten von ca. € 34 Milliarden entstehen.1 Trotz dieser erschreckend hohen Zahlen beträgt die Dauer zwischen den ersten Symptomen chronischer Schmerzen und dem Beginn einer adäquaten Therapie im Durchschnitt immer noch vier Jahre.3 Um dieser Situation zu begegnen, investiert die Grünenthal Gruppe, eine internationale Expertin im Bereich der Schmerzbehandlung und Entwicklung innovativer Analgetika im Branchenvergleich überdurchschnittlich viel in Forschung und setzt sich für eine bessere Ausbildung der medizinischen Fachkräfte im Bereich Schmerzmanagement ein. Das Unternehmen hat sich dazu verpflichtet das Problemfeld Schmerz aus unterschiedlichen Perspektiven anzugehen, dabei aber immer die tatsächlichen Bedürfnisse der Patienten im Blick zu haben.

Die Förderung junger Wissenschaftler ist ein elementarer Schritt im Kampf gegen den Schmerz
Die Grünenthal Gruppe unterstützt mit einer Gesamtsumme von 200.000,00 € den EFIC-Grünenthal Grant (E-G-G), einen der weltweit höchstdotierten Forschungspreise im Bereich Schmerz, aus der Überzeugung, dass neben der Entwicklung von Medikamenten auch das Angebot eines effektiveren Schmerzmanagements sowie weiterführende Grundlagenkenntnisse über Schmerzmechanismen und pharmakologische Prinzipien notwendig sind. Die Gewinner werden dabei vom dem unabhängigen Komitee für wissenschaftliche Forschung der European Pain Federation EFIC® (European Federation of Chapters of the International Association for the Study of Pain) ermittelt. Die Initiative E-G-G unterstützt vielversprechende junge Wissenschaftler in ihrer Forschungsarbeit zum Thema Schmerz in einer kritischen Phase ihrer jungen Laufbahn, in der eine unabhängige finanzielle und logistische Unterstützung oftmals schwierig zu erhalten ist. Die aktuellen E-G-G Gewinner wurden im Rahmen des diesjährigen EFIC®-Kongresses in Florenz, Italien, feierlich ausgezeichnet. Zudem erhielten die vormaligen Gewinner auf dem EFIC® die Möglichkeit, die Entwicklung und erste Ergebnisse ihrer geförderten Projekte zu präsentieren und sich darüber auf internationaler Ebene auszutauschen. „Für Forschung braucht es mehr als nur gute Ideen. Man benötigt auch finanzielle Mittel, um die Projekte umzusetzen”, erklärt Dr. Stefano Tamburin, einer der Gewinner 2010 auf die Fragen nach der Bedeutung des Forschungspreises. „Der E-G-G war ideal für die Umsetzung meiner Projekte, die ohne jegliche Einschränkungen akzeptiert wurden. So konnte ich mich vollkommen auf meine Forschung konzentrieren”, so Dr. Tamburin weiter.

Komplexität chronischer Schmerzzustände erfordert Innovation und Information
Grünenthal vertritt die Ansicht, dass die beste Therapie ist nutzlos ist, wenn sie den Patienten nicht zur Verfügung steht oder die behandelnden Ärzte nicht ausreichend darüber informiert sind. In einigen europäischen Ländern haben Regierungen und Behörden bereits erste Schritte zur Verbesserung der Schmerztherapie unternommen. So ist zum Beispiel in Deutschland die Schmerztherapie ein Pflichtfach in der Ausbildung der Studierenden im Fach Medizin. Doch noch bieten nur wenige europäische Universitäten Kurse zur Therapie, Diagnostik und Prävention von Schmerz in ihrem Studienplan an.4 Daher ist das Fachpersonal häufig nicht ausreichend auf die Herausforderungen der Behandlung chronischer Schmerzpatienten vorbreitet. „In vielen Fällen leiden Schmerzpatienten nicht nur an schweren physischen Beschwerden. Psycho-soziale Probleme wie Depressionen, Frühverrentung oder soziale Isolation, die begleitend auftreten können, sind häufig ebenso belastend und können die Diagnostik und Behandlung zusätzlich erschweren”, sagt Dott. Alberto Grua, Mitglied der Konzerngeschäftsführung und Chief Commercial Officer EU, Australia and North-America der Grünenthal Gruppe. Um das Verständnis für die Bedürfnisse chronischer Schmerzpatienten sowie die Kommunikation zwischen Patient und Arzt zu verbessern und Lösungen für ein optimiertes Schmerzmanagement zu entwickeln, hat Grünenthal 2009 die Initiative CHANGE PAIN® ins Leben gerufen, die von der European Pain Federation EFIC® und einer Gruppe international anerkannter Schmerzexperten unterstützt wird. Darin werden hilfreiche Instrumente für Ärzte und Patienten für die tägliche Praxis und das Selbstmanagement entwickelt und gebündelt, um sie im Kampf gegen den chronischen Schmerz zu unterstützen.

„Als eines der letzten fünf internationalen, forschenden Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Deutschland und einer Investition in Forschung- und Entwicklung, die signifikant über dem Branchendurchschnitt liegt, geben wir unser Bestes auf der Suche nach neuen Lösungen für die Probleme der Schmerzpatienten und der Gesundheitssysteme gleichermaßen. Wir nutzen unsere langjährige Erfahrung im Bereich Schmerz, um die Behandlungsstandards in Europa und weltweit kontinuierlich weiterzuentwickeln, da wir davon überzeugt sind – und die Fakten geben uns Recht – , dass dies dringend notwendig ist”, unterstreicht Dott. Grua Grünenthals Selbstverpflichtung zum Kampf gegen den Schmerz.

Über Grünenthal
Die Grünenthal Gruppe ist ein unabhängiges, international tätiges, forschendes Pharmaunternehmen im Familienbesitz mit Konzernzentrale in Aachen. Aufbauend auf ihrer einmaligen Kompetenz in der Schmerzbehandlung ist es das Ziel, das patientenzentrierteste Unternehmen und damit führend in Therapie-Innovation zu werden. Als eines der letzten fünf forschenden Pharmaunternehmen mit Konzernzentrale in Deutschland investiert Grünenthal nachhaltig in die Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2012 betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen circa 26 Prozent des Umsatzes.
Die Forschungs- und Entwicklungsstrategie Grünenthals konzentriert sich auf ausgesuchte Therapiegebiete und modernste Technologien. Den Schwerpunkt bildet die intensive Suche nach neuen Wegen, um Schmerzen besser, nachhaltiger und mit weniger Nebenwirkungen zu lindern. Die Grünenthal Gruppe ist in 26 Ländern weltweit mit Gesellschaften vertreten. Grünenthal-Produkte sind in mehr als 155 Ländern erhältlich und circa 4.400 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Grünenthal Gruppe. Der Umsatz 2012 betrug 973 Mio €.
Weitere Informationen unter: www.grunenthal.com

1 Breivik H, Collett B, Ventafridda V, et al.: Survey of chronic pain in Europe: prevalence, impact on daily life, and treatment. Eur J Pain. 2006; 10:287-333
2 96 M equals 19% of EU population of 506 M. Accessible at http://epp.eurostat.ec.europa.eu.
3 http://www.bv-schmerz.de/medien/pdf/weissbuch%20-%20druckversion%20final%20120612.pdf
4 http://www.sip-platform.eu/tl_files/redakteur-bereich/Home/ Final_SIP%20Road%20Map%20Monitor%20Booklet%202011_06.02.2012.pdf
 

Frank Schönrock
Vice President Public Engagement
Grünenthal Group
Grünenthal GmbH
52099 Aachen
Telefon: +49 241 569-1568
Fax: +49 241 569-3539

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