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Pressemeldungen 2013
Gutes Jahresergebnis: Grünenthal wächst im Geschäftsjahr 2012 weiter mit innovativen Schmerzprodukten
Aachen, 14. Mai, 2013 – Die Grünenthal Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 973 Mio. €. Die bereinigten Umsatzerlöse (ohne die Umsatzanteile von veräußerten Geschäften) stiegen um 13 Prozent. Diese Steigerung ist zurückzuführen auf das Wachstum bei den globalen Schmerzprodukten Palexia®/Tapentadol (+36 Mio. €) und Versatis®/Lidocain Pflaster (+28 Mio. €) sowie höheren Lizenzerlösen nach einer erfolgreichen Produkteinführung mit der Grünenthal INTAC®-Technologie in den USA. Auch die Lizenzerlösen aus Tapentadol im nordamerikanischen Markt sind weiter gestiegen. Der Anteil der Schmerzprodukte am Gesamtumsatz erhöhte sich auf 73 Prozent (2011: 68 Prozent) und der Umsatzanteil junger Schmerzprodukte, die bis zu fünf Jahre vor 2012 auf dem Markt sind, erreichte rund 30 Prozent. Damit lag dieser Anteil deutlich über dem Branchendurchschnitt für diese Kennzahl.
Verbesserte Profitabilität
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Operatives EBITA) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2012 deutlich auf 79 Mio. € (2011: 5 Mio. €). Die Ergebnisverbesserung basierte auf einer durch das Umsatzwachstum angestiegenen Profitabilität im Kerngeschäft, niedrigeren Marketing- und Vertriebsaufwendungen und Effizienzsteigerungen in der Verwaltung. Damit verbesserte sich die operative EBITA-Marge der Grünenthal Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8 Prozentpunkte.
Das sonstige betriebliche Ergebnis, das einmalige Nettoerträge aus restlichen Desinvestitionen im Jahr 2012 enthielt, stieg um 67 Mio. €. Damit erhöhte sich auch das Ergebnis vor Steuern um 79 Prozent auf 228 Mio. € im Jahr 2012 (2011: 127 Mio. €).
Für Dr. Harald F. Stock, CEO der Grünenthal Gruppe, ist diese Geschäftsentwicklung sehr positiv: „Ich bin sehr zufrieden mit dem sehr guten Ergebnis für das Geschäftsjahr 2012. Es zeigt deutlich, dass sich unsere VISION 2020-Strategie mit einem klaren Fokus auf die globalen Schmerzprodukte auszahlt. Wir haben einen deutlichen Anstieg der Profitabilität erreicht, obwohl wir weiterhin viel in Forschung und Entwicklung investieren. Mit einem ansteigenden Umsatzanteil unserer jungen Schmerzprodukte bleiben wir auf dem Wachstumspfad, der uns weiterhin erlaubt, unsere Forschungs- und Entwicklungsausgaben zu verstärken.“
Anhaltende Investitionen in Forschung und Entwicklung
Zwischen annähernd einem Fünftel (in Europa) und einem Drittel (in den USA) der Bevölkerung leidet unter chronischen Schmerzen mit einer Vielzahl von unerfüllten Patientenbedürfnissen. Deshalb hat die Grünenthal Gruppe die Aufwendungen in Forschung und Entwicklung um fast 8 Prozent auf 251 Mio. € (2011: 233 Mio. €) erhöht. Mit 26 Prozent des Umsatzes bleibt der F&E-Anteil deutlich über dem Branchendurchschnitt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Grünenthal Fortschritte beim Aufbau eines Portfolios von präklinischen Projekten im Therapiegebiet Entzündung gemacht und erwartet den Beginn der klinischen Entwicklung von ausgewählten Projekten im Jahr 2015. Cebranopadol (vormals GRT6005), das Grünenthal gemeinsam mit dem Partner Forest Laboratories entwickelt, hat die Phase IIb erreicht und es soll 2013 mit Phase III-Studien begonnen werden. Für Tapentadol (Palexia® in Europa und Nucynta® in den USA) konnte Grünenthal eine wichtige Phase III-Studie mit Krebspatienten abschließen. Die Studie stellt in einigen neuen Märkten einen Kernbestandteil des Zulassungsprozesses dar.
Lizenzvereinbarungen für die Gesamtregion Lateinamerika
Auch beim weiteren Ausbau des Geschäfts in der Wachstumsregion Lateinamerika konnte Grünenthal im Jahr 2012 Erfolge erzielen. Das Unternehmen unterzeichnete zwei Einlizensierungsvereinbarungen für neue Schmerzprodukte: Duexis® von Horizon Pharma und Flupirtine von Tamarang Pharmaceuticals. Beide werden von Grünenthal in der Region exklusiv und als erste Vertreter einer neuen Arzneimittelklasse vermarktet. Die beiden Vereinbarungen sind die ersten, die die gesamte Region umfassen. Außerdem war die neu eingerichtete Präsenz in Brasilien, der größte Markt in der Region, ein strategisch notwendiger Schritt für die erfolgreiche Einlizensierung. Im Rahmen der VISION 2020-Strategie wird die Grünenthal Gruppe für diese Region weiter externe Wachstumsoptionen sondieren.
Solide Finanzlage
Die Grünenthal Gruppe verfügt weiterhin über eine solide Bilanz. Die Bilanzsumme hat sich um rund 134 Mio. € auf 1.188 Mio. € erhöht. Dies ist vor allem auf einen ergebnisbedingten Anstieg des Eigenkapitals um 161 Mio. € zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich demzufolge auf 70 Prozent (2011: 64 Prozent). Durch die Verbesserung des operativen Ergebnisses und Einzahlungen von Teilen der in 2011 erzielten Divestmenterlöse erst zu Beginn des Jahres 2012 erhöhten sich die flüssigen Mittel um 208 Mio. € auf 508 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind weiterhin sehr gering, so dass die Gruppe annähernd schuldenfrei ist. Eine neue syndizierte Kreditlinie hat die Möglichkeiten, Wachstumsprojekte zu finanzieren, zusätzlich erweitert.
Ausblick 2013
Mit Blick auf den steigenden Preisdruck und Wettbewerb mit Generika wird Grünenthal sich weiter darauf konzentrieren, die Wachstumsstrategie mit dem Fokus auf organisches Wachstum in Europa sowie beschleunigtes organisches und externes Wachstum in Lateinamerika umzusetzen. Gleichzeitig wird die Optimierung der betrieblichen Prozesse (Operational Excellence) weiter konsequent vorangetrieben. Der auslaufende Patentschutz für Zaldiar® und die Aussichten für den US-Markt stellen jedoch erhebliche Herausforderungen für 2013 und die Folgejahre dar.
„Wir sind zuversichtlich, dass uns die Kernelemente unserer Vision 2020-Strategie ermöglichen, die F&E-Investitionen weiter zu erhöhen und damit die Innovationen zu generieren, auf die die Patienten so dringend warten. So können wir unseren Erfolg als unabhängiges, international tätiges, forschendes Pharmaunternehmen im Familienbesitz weiter fortsetzen. Wir erwarten, dass der Umsatz im Vergleich zu 2012 leicht zurückgehen wird. Da das Divestmentprogramm abgeschlossen wurde, wird das Ergebnis vor Steuern in 2013 deutlich niedriger ausfallen. Ab 2014 erwarten wir jedoch die Rückkehr auf den Wachstumspfad mit steigendem Umsatz und Ergebnis vor Steuern“, stellt Grünenthal CEO, Dr. Harald F. Stock, in Aussicht.
Über Grünenthal
Die Grünenthal Gruppe ist ein unabhängiges, international tätiges, forschendes Pharmaunternehmen im Familienbesitz mit Konzernzentrale in Aachen. Aufbauend auf ihrer einmaligen Kompetenz in der Schmerzbehandlung ist es das Ziel, das patientenzentrierteste Unternehmen und damit führend in Therapie-Innovation zu werden. Als eines der letzten fünf forschenden Pharmaunternehmen mit Konzernzentrale in Deutschland investiert Grünenthal nachhaltig in die Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2012 betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen circa 26 Prozent des Umsatzes. Die Forschungs- und Entwicklungsstrategie Grünenthals konzentriert sich auf ausgesuchte Therapiegebiete und modernste Technologien. Den Schwerpunkt bildet die intensive Suche nach neuen Wegen, um Schmerzen besser, nachhaltiger und mit weniger Nebenwirkungen zu lindern. Die Grünenthal Gruppe ist in 26 Ländern weltweit mit Gesellschaften vertreten. Grünenthal-Produkte sind in mehr als 155 Ländern erhältlich und circa 4.400 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Grünenthal Gruppe. Der Umsatz 2012 beträgt 973 Mio €.
Weitere Informationen unter: www.grunenthal.com
- pm_2013_05_14_Grünenthal Jahresergebnis 2012 (pdf, 51.1 KB)
Grünenthal Group
