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Grünenthal Pressemeldungen 2012
Schmerzspezialist Grünenthal setzt Wachstum durch konsequente Umsetzung der Transformation fort
Wachstumstreiber innovative Schmerzprodukte und fokussierte Internationalisierung / Kerngeschäft Schmerz verzeichnet im Jahr 2011 signifikante Steigerung / ebenfalls zweistelliger Umsatzzuwachs in Lateinamerika / weiterhin überdurchschnittliche Investitionen in Forschung und Entwicklung
Aachen, 23. April 2012 – Die Grünenthal Gruppe verzeichnete im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung der bereinigten Umsatzerlöse von acht Prozent. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von 947 Mio. € inklusive Erträgen aus F&E-Kooperationen (2010: 910 Mio. € ohne F&E-Erträge). Diese Steigerung ist insbesondere auf das Wachstum bei den globalen Schmerzprodukten Grünenthals zurückzuführen, vor allem bei den strategischen Wachstumstreibern Palexia® (+ 26,7 Mio. €) und Versatis® (+ 26,6 Mio. €). Die unter Grünenthal-Patent 2010 in den USA eingeführte INTACTM-Technologie (Tamper Resistant Formulation Technologie, TRF-Technologie) erwies sich bereits im zweiten Jahr nach Einführung mit einem Zuwachs bei den Lizenzerlösen von 30 Mio. € als äußerst erfolgreich. Mit der TRF-Technologie wird das absichtliche oder unabsichtliche Teilen oder Zerstoßen einer Schmerztablette deutlich erschwert, ohne die kontrollierte Wirkstofffreisetzung zu verändern. Zusätzlich stieg der Erlös aus Lizenzeinnahmen bei dem von Johnson & Johnson im nordamerikanischen Markt unter dem Namen Nucynta® vertriebenen Wirkstoff Tapentadol um 7,1 Mio. €. Unterstützt durch die Bereinigung des Produktportfolios in den vergangenen Jahren repräsentieren die globalen Schmerzmarken Grünenthals bereits 62 Prozent vom weltweiten Umsatz.
Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine operative Verbesserung im Kerngeschäft um 54 Mio. € erzielen. Insgesamt liegt jedoch das Konzernergebnis vor Steuern mit 127 Mio. € im Geschäftsjahr 2011 unter dem von 2010 (344 Mio. €), da im Vorjahr deutlich höhere Sondererträge aus dem Verkauf von Randgeschäften enthalten waren. Diese Entwicklung wurde bewusst in Kauf genommen, da 2011 hohe strategische Investitionen in die Ausbietung von Palexia® in weiteren europäischen Ländern und in den raschen Ausbau von Forschung und Entwicklung vorgenommen wurden. Diese Maßnahmen im Rahmen der Langfriststrategie VISION 2020 sichern nachhaltig die Zukunft des Unternehmens, das sich unverändert zu 100 Prozent in Familienbesitz befindet.
Dr. Harald F. Stock, CEO der Grünenthal Gruppe, zeigt sich sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung: „Wir haben im Jahr 2011 unsere Fokussierungsstrategie erfolgreich abgeschlossen und konnten dabei entfallene Umsätze auf Grund unserer Desinvestitionen erfolgreich kompensieren. Das ist ein großartiger Erfolg. Nun können wir die dritte Phase unseres 2009 begonnenen Transformationsprozesses starten, in der wir ganz auf Wachstum setzen. In dieser Phase streben wir an, bis 2015 einen Umsatz von ca. 1,5 Mrd. € zu erzielen.“
Auf Wachstumskurs in Lateinamerika
Das internationale Geschäft wurde insgesamt ausgebaut und beträgt inzwischen 90 Prozent des gesamten Umsatzes der Grünenthal Gruppe. Im Wachstumsmarkt Lateinamerika konnte das Unternehmen im Jahr 2011 einen Umsatzzuwachs von 14 Prozent auf Euro-Basis verzeichnen; auf Basis der jeweiligen Landeswährungen fiel das Umsatzwachstum sogar deutlich höher aus. Damit repräsentiert die Region Lateinamerika im abgelaufenen Geschäftsjahr 16 Prozent des Gesamtumsatzes von Grünenthal. Dieser Anteil soll in den kommenden Jahren deutlich auf bis zu 40 Prozent des Gesamtumsatzes ausgebaut werden. Besondere Priorität für diese künftige Entwicklung besitzt der Ausbau der Präsenz in Brasilien sowie in Mexiko durch gezielte Akquisitionen von Unternehmen und/oder Produktportfolien. „Wir werden in Lateinamerika erheblich investieren, um unsere Wachstumsstrategie für die gesamte Unternehmensgruppe im Rahmen der VISION 2020-Strategie erfolgreich umzusetzen. Für dieses Vorhaben stehen uns rund 800 Mio. € zur Verfügung. Neben der bereits verfügbaren Liquidität aus unseren Effizienz- und Divestmentprogrammen werden wir unseren finanziellen Spielraum durch einen Syndizierten Kredit in Höhe von 300 Mio. € erweitern“, formuliert Stefan Genten, CFO & COO der Grünenthal Gruppe, die Zielsetzung für das Jahr 2012.
Gezielter Ausbau der Innovationskraft
Der gezielte Ausbau der Innovationskraft bildete auch 2011 den strategischen Schlüssel zur Entwicklung der Grünenthal Gruppe. Die F&E-Aufwendungen stiegen auf 25 Prozent (2010: 23 Prozent) des Umsatzes und lagen damit deutlich über dem Branchendurchschnitt. Im Gegensatz zum allgemein rückläufigen Trend bei Investitionen in Forschung und Entwicklung innerhalb der Branche legt Grünenthal seinen Fokus auch weiterhin auf die Ausweitung des Forschungssektors. So werden aktuell rund 100 Mio. € strategisch in die Forschungskapazitäten am weltweiten Hauptsitz Grünenthals in Aachen reinvestiert. Bis 2015 wird Grünenthal die Forschungs- und Entwicklungs-Aufwendungen im Vergleich zu 2009 nahezu verdoppelt haben. „Eine starke Pipeline ist der Motor unserer Wertschöpfung. Wir wollen daher den Anteil der Aufwendungen in F&E gemessen am Umsatz auch weiterhin auf einem deutlich überdurchschnittlichen Niveau halten. Nach wie vor ist es unser Ziel, alle fünf Jahre eine Innovation auf den Markt zu bringen, um auf diese Weise die Innovationsführerschaft im weltweiten Schmerzsegment zu erlangen“, formuliert CEO Dr. Harald F. Stock.
Über die Grünenthal Gruppe
Die Grünenthal Gruppe ist ein unabhängiges, international tätiges, forschendes Pharmaunternehmen im Familienbesitz mit Konzernzentrale in Aachen. Aufbauend auf ihrer einmaligen Kompetenz in der Schmerzbehandlung ist es das Ziel, das patientenzentrierteste Unternehmen und damit führend in Therapie-Innovation zu werden. Als eines der letzten fünf forschenden Pharmaunternehmen mit Konzernzentrale in Deutschland investiert Grünenthal nachhaltig in die Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2011 betrugen diese Investitionen circa 25 % des Umsatzes. Die Forschungs- und Entwicklungsstrategie Grünenthals konzentriert sich auf ausgesuchte Therapiegebiete und modernste Technologien. Den Schwerpunkt bildet die intensive Suche nach neuen Wegen, um Schmerzen besser, nachhaltiger und mit weniger Nebenwirkungen zu lindern. Die Grünenthal Gruppe ist in 26 Ländern weltweit mit Gesellschaften vertreten. Grünenthal-Produkte sind in mehr als 155 Ländern erhältlich, und circa 4.200 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Grünenthal Gruppe. Der Umsatz 2011 beträgt 947 Mio. €. Weitere Informationen unter: www.grunenthal.com
