Service für Fachjournalisten
Grünenthal Pressemeldungen 2011
„Societal Impact of Pain“ (SIP): 65 europäische Organisationen unterstützen Symposium zu den Auswirkungen von Schmerz auf die Gesellschaft
23. März, 2011 – Vom 3.-4. Mai 2011 findet im Europäischen Parlament in Brüssel das Symposium „Societal Impact of Pain“ (SIP) mit fast 300 Akteuren des Gesundheitswesens aus mehr als 30 EU-Mitgliedsstaaten statt. Das wissenschaftliche Programm wird dabei von 65 nationalen und internationalen Organisationen unterstützt, die sich für eine verbesserte Schmerz-Versorgung in Europa einsetzen (http://www.sip-meetings.org/links). Das Symposium bietet eine Plattform für Experten aus Politik und Wissenschaft sowie für Vertreter von Gesundheit- und Aufsichtsbehörden, Krankenkassen, Schmerz-Interessengruppen und Patientenorganisationen. Ziel der Veranstaltung ist es, auf die unzureichende Schmerz-Versorgung in Europa aufmerksam zu machen, Herausforderungen, Ziele und Instrumente für die Zukunft der Schmerztherapie zu diskutieren und Bündnisse für zukünftige, strategische Kooperationen zu bilden.
Verantwortlich für das wissenschaftliche Rahmenprogramm des Symposiums SIP 2011 ist der europäische Schmerz-Dachverband EFIC® (European Federation of IASP Chapters® (EFIC ®). Nach der Auftakt-Veranstaltung im Mai des vergangenen Jahres, hat EFIC® die Europäische Union und die Regierungen ihrer Mitgliedsstaaten aufgefordert, erste Schritte einzuleiten, um das Problem der unzureichenden Schmerz-Diagnose und -Behandlung bei Politikern und Entscheidungsträgern zu adressieren.
„Schmerzen - insbesondere chronische Schmerzen - sind ein bedeutendes gesundheitliches Problem, dass Millionen von Menschen in der Europäischen Union betrifft", erklärt Professor Giustino Varrassi, Präsident der EFIC ®. "Mit Blick auf die Auswirkungen von Schmerz auf unsere Gesellschaft, reicht es nicht, nur auf die direkten Behandlungs-Kosten eines Schmerz-Patienten zu schauen; auch indirekte Kosten, welche durch Arbeitsunfähigkeit, Pflege, Personal, etc. für unsere Sozial- und Wirtschaftssysteme entstehen, müssen berücksichtigt werden! Das Symposium „Societal Impact of Pain“ bietet daher eine einzigartige Diskussions-Gelegenheit, um realistische und umsetzbare Veränderung der heutigen Schmerz-Versorgungssituation herbeizuführen".
Die diesjährige Veranstaltung des SIP 2011 findet statt im Europäischen Parlament und steht unter der Schirmherrschaft von Parlamentsmitglied Dr. Jiří Maštálka, MdEP und Dr. Milan Cabrnoch, MdEP. "Die Auswirkungen des Schmerzes auf unsere Gesellschaft betreffen alle EU-Mitgliedstaaten“, so Maštálka. „Das Leiden ‚Schmerz’ muss in der Öffentlichkeit anerkannt und gesamtheitlich bekämpft werden. Schmerz wirkt sich nicht nur negativ auf die Lebensqualität der Betroffenen aus, sondern er belastet auch die Wirtschaft eines jeden Landes. Aus diesen Gründen sollten die jeweils nationalen Gesundheitssysteme das Thema ‚Schmerz’ ganz oben auf ihre Prioritätenliste setzen."
Die Veranstaltung wird darüber hinaus von einer Reihe internationaler Patientenorganisationen und wissenschaftlicher Einrichtungen des Gesundheitswesens unterstützt, was die grenzüberschreitende Bedeutung des Themas „Schmerz“ für alle europäischen Mitgliedsstaaten verdeutlicht: „Dieses Symposium ist einzigartig“, kommentiert Europaabgeordnete Cabrnoch: „Es gibt allen Beteiligten – nicht weniger als 65 Organisation, Verbände und Institutionen - die Möglichkeit, die Auswirkungen von Schmerz auf die Gesellschaft zu diskutieren und ihre Anliegen auf die EU-Agenda zu setzen."
Laut einer aktuellen Studie „Prävalenz, Korrelation und Behandlung von Schmerzen in der Europäischen Union" leiden fast 9% der Europäer täglich unter Schmerzen. Die Prävalenz steigt dabei mit zunehmendem Alter an und wirkt sich negativ auf die Lebensqualität des Patienten aus.
Eine weitere Veröffentlichung zur „Europäische Studie über die Epidemiologie psychischer Störungen (ESEMeD)“ , welche von der Europäischen Kommission mitfinanziert wurde, liefert folgende Daten: 68,8% der Befragten haben Probleme in einer oder mehreren der EQ-5D Dimensionen: am häufigsten Schmerzen / Beschwerden ( 55,2%), gefolgt von Mobilität (50,0%), Einschränkung in alltäglichen Tätigkeiten (36,6%), Beeinflussung der Selbstständigkeit (18,1%) und Angst / Depression (11,6%). Über 50% der europäischen Mitbürger ≥ 75 Jahren leiden unter mäßigen bis extremen Schmerzen.
Alle unterstützenden Organisationen des Symposiums „Societal Impact of Pain“ 2011 finden Sie unter: http://www.sip-meetings.org/links
Weitere Informationen und Programminhalte des Symposiums finden Sie unter: http://www.sip-meetings.org/SIP 2011 Background
-ENDE-
Quellen:
“The prevalence, correlates and treatment of pain in the European Union”; Langley et al; Current Medical Research and Opinion Journal of Medical Economics Journal of Drug Assessment; 2011; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21194390).
“Health status of the advanced elderly in six European countries: results from a representative survey using EQ-5D and SF-12”; König et al; http://www.hqlo.com/content/8/1/143.
Hinweise für Redakteure:
Über das Symposium „Societal Impact of Pain“
Verantwortlich für das wissenschaftliche Rahmenprogramm des Symposiums SIP 2011 ist der Europäische Schmerz-Dachverband EFIC® (European Federation of IASP Chapters® (EFIC ®). Unterstützt wird die Veranstaltung von 65 nationalen und internationalen Organisationen und Verbänden. Das Pharmaunternehmen Grünenthal GmbH ist verantwortlich für Logistik und Organisation. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Jiří Maštálka, MdEP, und Dr. Milan Cabrnoch, MdEP.
Ziel des Symposiums ist es, Aufmerksamkeit für die unzureichende Schmerz-Versorgung in Europa zu erregen, Herausforderungen, Ziele und Instrumente für die Zukunft der Schmerztherapie zu diskutieren und Bündnisse für zukünftige, strategische Kooperationen zu bilden.
Managern und Entscheidungsträgern nationaler Gesundheitssysteme zum Thema „Schmerz“ bietet das Symposium eine gute Gelegenheit für Diskussion und Erfahrungsaustausch mit Gesundheitsbehörden, Versicherungen und Budget-Verwaltern aus ganz Europa. Für Vertreter der Gesundheitsprofessionen, Patienten- und Verbraucherverbände bildet das Symposium eine interaktive Plattform zum Austausch von „Best-Practice“-Beispielen aus dem Versorgungs-Alltag.
Weitere Informationen finden Sie unter www.sip-meetings.org
Über EFIC
Der Europäische Schmerz-Dachverband EFIC® (European Federation of IASP Chapters® (EFIC ®) ist eine multidisziplinäre Fachorganisation im Bereich der Schmerz-Wissenschaft und –Medizin und besteht aus 34 Ländern („Chapters“) der Internationalen Schmerz-Gesellschaft IASP® (International Association for the Study of Pain). Das 1993 gegründete Unternehmen repräsentiert rund 20.000 Wissenschaftler, Ärzte, Krankenschwestern, Physiotherapeuten, Psychologen und weitere Gesundheitsexperten aus ganz Europa mit dem Ziel, die heutige Schmerztherapie in Europa zu verbessern.
Weitere Informationen finden Sie unter www.efic.org
Bei Fragen melden, mailen Sie uns:
oder:
European Federation of IASP® Chapters
Medialaan 24
1800 Vilvoorde – Belgium
Tel: +32 2 251 55 10
Fax: +32 2 251 48 10
- Pressemitteilung 23.03.2011 (pdf, 93.5 KB)
