
©2012GrünenthalGmbH 3 Die Schmerzempfindung entsteht im Gehirn und wird von ihm reguliert Entstehung der Schmerzempfindung Das Schmerzsignal wird über das Rückenmark zum Gehirn und hier in verschiedene Areale geleitet. Hier entsteht die Schmerzempfindung. Unbewusst führt der Schmerz zu verschiedenen Re- aktionen (Blutdruck erhöht, Atmung beschleunigt). Leichte Schmerzen führen zu vermehrter Aufmerksam- keit, extrem starke Schmerzen können zu Bewusstlo- sigkeit führen. Hemmung der Schmerzempfindung Das Gehirn verfügt über hocheffiziente Systeme, Schmerzen zu reduzieren: Körpereigene Opioide werden überwiegend in verschiedenen Regionen des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rücken- mark) von Interneuronen (regulierenden „Zwischen-Nervenzel- len“) ausgeschüttet. Dieser Mechanismus wird von entspre- chenden Funktionsbereichen des Gehirns kontrolliert. Opioide blockieren an der Synapse im Rückenmark die Schmerzweiterleitung. Das absteigende schmerzhemmende System sendet hem- mende Nerven-Signale vom Gehirn direkt zur Synapse im Rückenmark. Hier werden dadurch hemmende Substanzen ausgeschüttet, die die Weiterleitung des Schmerzsignals blo- ckieren, z. B. Noradrenalin. In Extremsituationen, z. B. nach einem Unfall, kann die Schmerz- empfindung sogar komplett ausgeschaltet werden, um den Organis- mus möglichst handlungsfähig zu erhalten. A B Die Schmerzempfindung entsteht im Gehirn und wird von ihm reguliert