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Patientenatlas Schmerz

©2012GrünenthalGmbH Wie entsteht eine diabetische Polyneuropathie? Krankheitszeichen Behandlung A B C Nervenfaser-Bündel enthalten eigene Blutgefäße (Vasa nervorum), die die einzelnen Nervenfasern versorgen. Ist diese Versorgung eingeschränkt, werden die Nervenfasern geschädigt. Insbesondere die dünnen C-Fasern sind sehr empfindlich. Durch hohe Blutzuckerspiegel entstehen spezielle Verände- rungen der kleinen Gefäße (Mikroangiopathie) mit Abla- gerungen und Wand-Verdickungen. Als Folge dieser Gefäß- schäden werden die Nervenfasern nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Mangelversorgung führt zu Schäden an zahlreichen peripheren Nerven, der diabetischen Polyneuropathie. Schmerzhafte diabetische Polyneuropathie 37 Schmerzhafte diabetische Polyneuropathie Meist sind (zunächst) die Nerven betroffen, die Füße und Unterschenkel versorgen - darüber hinaus auch häufig die Handnerven. Typisch sind Missempfindungen wie Kribbeln, „Ameisen- laufen“, Taubheit, Kälte- oder Wärmegefühl sowie neuropa- thische Schmerzen (stechend, schneidend, einschießend oder brennend). Als Folge von Schädigungen dicker Nervenfasern, die die Muskulatur steuern, können Muskelschwund, Krämpfe oder Zuckungen auftreten. Sehr häufig ist das vegetative Nervensystem beteiligt, beispiels- weise mit Hautverfärbungen, vermehrtem oder verringertem Schwitzen und Herzrhythmusstörungen. Darüber hinaus können körperliche Warnfunktionen eingeschränkt sein, beispielsweise kann ein Herzinfarkt schmerzlos verlaufen oder eine Unterzuckerung zu spät bemerkt werden, weil die unan- genehmen Begleiterscheinungen gering ausfallen. Vorrangig ist die normnahe Blutzucker-Einstellung. In einem frühen Stadium kann die diabetische Neuropathie dadurch rück- gängig gemacht werden. Co-Analgetika: Antidepressiva zur Unterstützung der körperei- genen Schmerzhemmung und Antikonvulsiva [=Antiepileptika] zur Hemmung der Erregbarkeit von Nervenzellen und der Erregungs- weiterleitung in Gehirn und Rückenmark. Bei sehr starken Schmerzen kann ein Wirkstoff der neuen Substanzklasse MOR-NRI (Opioid und Noradrenalin-Wiederauf- nahmehemmer in einem Molekül) eingesetzt werden oder die Co-Analgetika mit einem Opioid kombiniert werden.

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