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Patientenatlas Schmerz

©2012GrünenthalGmbH Wie entstehen Zoster und Postzosterneuralgie? Behandlung der Zosterneuralgie Behandlung der Postzosterneuralgie A B C Nach einer Windpocken-Infektion in der Kindheit schlum- mern die Varizella-zoster-Viren in den Spinalganglien (dies sind Ansammlungen von Nervenzellkörpern in der hinteren Nervenwurzel des Rückenmarks) [1]. Pro Jahr werden diese Viren bei ca. 40.000 bis 100.000 Menschen reaktiviert [2]. Die Viren verursachen dann eine Entzündung im Nerv, die zunächst zu Schmerzen, Missempfindungen und Kribbeln führt [3]. Nach ein bis zwei Tagen - gelegentlich aber auch noch später - entstehen die typischen Symptome eines Her- pes zoster (Gürtelrose): Hautrötung und Bläschenbil- dung [4]. In der Regel heilt die akute Gürtelrose nach 2 bis 4 Wochen ab. Bei jeder 5. Gürtelrose führt die Entzündung des Nervs zu einer erheblichen Nervenschädigung - insbesondere bei unzureichender Behandlung der akuten Phase und bei älteren Patienten. Dabei kommt es zu komplexen Umbauprozessen im Ner- vensystem und in deren Folge zur Postzosterneuralgie mit starken neuropathischen Schmerzen, die nach Abheilung der akuten Gürtelrose auftreten und zwischen einem Monat und vielen Jahren anhalten können. Zosterneuralgie (Gürtelrose) und Postzosterneuralgie 36 Zosterneuralgie (Gürtelrose) und Postzosterneuralgie Virostatika (Mittel gegen die Vermehrung der Viren) spielen eine entscheidende Rolle. Ihre Anwendung senkt das Risiko, dass sich die Viren weiter ausbreiten und damit eine Postzosterneuralgie verursachen. Gegen die Schmerzen werden Schmerzmittel (Analgetika) und Co- Analgetika eingesetzt (Antidepressiva zur Unterstützung der körper- eigenen Schmerzhemmung und Antikonvulsiva [=Antiepileptika] zur Hemmung der Erregbarkeit von Nervenzellen und der Erregungs- weiterleitung in Gehirn und Rückenmark). Kühlung und Zinkpaste wirken entzündungshemmend. Ist die postzosterische Neuralgie einmal entstanden, sind Virostati- ka wirkungslos. Zur effektiven Schmerzlinderung können Lidocain-Hydrogel-Pflas- ter auf das schmerzende Areal geklebt werden. Weitere Maßnahmen sind Schmerzmittel und Co-Analgetika, TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) und Entspannungs- techniken.

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