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Patientenatlas Schmerz

©2012GrünenthalGmbH Muskeldystrophien Myopathien mit anderen Ursachen A BMyopathien im engeren Sinne sind Erkrankungen der Skelett- muskulatur, deren Leitsymptom (typisches Krankheitszeichen) die Muskelschwäche ist. Die typischen Muskelschmerzen entstehen durch Krämpfe, eine dauerhafte Muskelanspannung und eine verzögerte Muskelentspannung. Jede Myopathie wird individuell behandelt, da die Beschwer- den sehr unterschiedlich ausgeprägt und die verschiedensten Muskeln betroffen sein können. Wenn möglich, richtet sich die Therapie nach der zugrunde liegenden Erkrankung - z. B. kön- nen toxische Myopathien durch Eliminierung der auslösenden Substanzen behandelt werden, Stoffwechsel-Myopathien durch Ersatz fehlender Stoffwechselprodukte. Leider können die Ursa- chen nicht immer bekämpft werden. Daher zielt die Behandlung in der Regel auf eine symptoma- tische Linderung der Krämpfe und Schmerzen. Muskelschmerzen (Myalgie) bei Muskelerkrankungen (Myopathien) 34 Muskelschmerzen (Myalgie) bei Muskelerkrankungen (Myopathien) Muskeldystrophien entstehen durch Fehler im Erbgut, die zu fehlerhaft zusammengesetzten Eiweißstoffen oder einem Ei- weißmangel führen. Die Folgen sind Muskelschwäche und Muskelschwund. Je nach Veränderung im Erbgut gibt es zahlreiche verschiede- ne Muskeldystrophien, bei denen jeweils typische Verteilungs- muster der betroffenen Muskeln entstehen. Zu den häufigsten gehören die Typen Duchenne, Becker-Kiener, die Gliedergürtel- Dystrophie (Schulter- und Beckengürtel), die fazio-skapulo- humerale Dystrophie (Gesichts-, Schultergürtel- und Oberarm- muskulatur) und die distale Dystrophie (Hände und Füße). Myopathien können auch als Folge anderer Erkrankungen auftre- ten. Myopathie bei hormonellen Erkrankungen: z. B. Schilddrüsen- Überfunktion, Cortisol-Überproduktion bei Morbus Cushing oder bei einer Unter- oder Überfunktion der Nebenschilddrüsen. Myopathie bei Stoffwechselerkrankungen: Sie treten insbe- sondere bei Störungen des Energiestoffwechsels auf, da die Muskulatur viel Energie benötigt. Beispiele sind die Glykogen- speicherkrankheiten und die Lipidspeicherkrankheiten. Toxische Myopathien werden durch schädliche Stoffe ausge- löst, die dem Körper zugeführt werden. Beispiele sind Alkohol und Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (z. B. Statine, Glukokortikoide). Entzündliche Myopathien können beispielsweise bei Autoim- munerkrankungen auftreten, bei denen ein fehlgesteuertes Im- munsystem die eigene Muskulatur angreift - z. B. bei Polymyo- sitis oder Dermatomyositis. Auch eine Infektion (z. B. Trichinose) kann zu einer entzündlichen Myopathie führen.

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