Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Patientenatlas Schmerz

©2012GrünenthalGmbH Ursachen Begleiterscheinungen Behandlung Schmerzen und Krankheitszeichen A C D B Die Ursachen der Fibromyalgie sind meist ungeklärt. Man vermutet bei der Erkrankung eine Störung im schmerzverar- beitenden System durch Reduktion der schmerzhemmenden Botenstoffe und Senkung der Schmerzschwelle. Auch scheinen eine Dysfunktion der Hypothalamus-Hypophy- sen-Nebennieren-Achse, periphere Schmerzgeneratoren und ein proinflammatorisches Zytokinprofil eine Rolle zu spielen. Früher Stress wird als wichtiger Faktor bei der Entstehung vermutet. Er kann in Beziehungs- und Selbstwertstörungen sowie Störungen der Stressverarbeitung münden. Anhaltende biologische oder psychosoziale Belastungen können dann zum Fibromyalgie-Syndrom führen. Fibromyalgie 32 Fibromyalgie Mit dem Dauerschmerz entwickeln sich auch typische Begleiterschei- nungen. Die häufigsten sind: Müdigkeit, Muskelverspannung, Schlafstö- rungen, Morgensteifigkeit, Missempfindungen, Ängstlichkeit, Depres- sivität, Kopfschmerzen, Kältegefühl, Nachtschweiß, Augentrockenheit, Magenprobleme und Kieferschmerzen. Die Krankheit beginnt mit unspezifischen Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Schlafstörungen oder Magen-Darm-Be- schwerden. Später kommen Schmerzen im Bereich der Hals- oder Len- denwirbelsäule hinzu, die sich zu Dauerschmerzen in mehreren Körperregionen entwickeln. Typische Krankheitszeichen sind u.a. Druckschmerzen in defi- nierten Druckpunkten (Tender points). Heftige Schmerzattacken werden von schmerzfreien Intervallen abgelöst. Kälte, Nässe oder äußere Belastungen und Infekte können zur Verschlimmerung führen. Eine multimodale Schmerztherapie (fachübergreifende Durchführung von körperlichen und übenden, psychotherapeutischen und medika- mentösen Behandlungsverfahren) ist allen Einzeltherapien überlegen. Sie ist von größter Bedeutung, um eine Chronifizierung zu verhindern. Pfeiler der Behandlung sind Schulung und Information, eine psycholo- gische Begleittherapie, Schmerzbewältigungs- und Entspannungsver- fahren, eine medizinische Trainingstherapie und eine medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva, die die körpereigene Schmerzhem- mung verbessern. Bewährt haben sich bei den physikalischen Therapieverfahren ein leichtes Ausdauertraining in Form von Walking, Radfahren, Ergometer- training und leichtes Krafttraining. Auch Funktionstrainings im Form von Wasser- und Trockengymnastik eignen sich ebenso gut wie Thermalbä- der.

Pages