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Patientenatlas Schmerz

©2012GrünenthalGmbH Ursachen, Entstehung und Folgen Operative Verfahren Konservative BehandlungA C B Die rheumatoide Arthritis (=chronische Polyarthritis) ist eine chronische und meist fortschreitend verlaufende entzündli- che Erkrankung der Gelenke. Als Ursache werden autoimmune Fehlsteuerungen ange- nommen (das Immunsystem richtet sich gegen körpereigene Substanzen), die durch Viren oder Bakterien ausgelöst sein könnten. Dabei kann auch eine Prädisposition (genetisch bedingte Veranlagung für die Erkrankung) eine Rolle spielen. Die rheumatoide Arthritis manifestiert sich mit einem aggres- siv wuchernden Wachstum der Synovialzellen (Zellen der Gelenkinnenhaut) in fremde Gewebe hinein, das zu Destruk- tion von Knochen und Knorpel führt. Typisch ist die symmet- rische Polyarthritis mit Bevorzugung der kleinen Gelenke. Die Krankheit führt zu Knochenschwund, Entkalkung, Schwellungen, Versteifungen und Verrenkungen/Fehlstel- lungen der Gelenke. Zusammen mit den Schädigungen des Bandapparats führen sie zu charakteristischen Deformierun- gen. Es handelt sich um eine Systemerkrankung, die auch andere Organe befällt, z. B. Blutzellen und -gefäße, Augen, Haut, Lunge, Herz, Leber, Nieren und Nervensystem. 30 Rheumatoide Arthritis (Chronische Polyarthritis) Rheumatoide Arthritis (Chronische Polyarthritis) Behandlungs-Ziele sind Schmerzlinderung und langsameres Fort- schreiten der Krankheit. Glukokortikoide wirken antientzündlich und werden systemisch und intraartikulär (ins Gelenk) appliziert. Basistherapeutika wirken langfristig krankheitskontrollierend. Hier- zu gehören Methotrexat, zahlreiche weitere Wirkstoffe und neuere Therapeutika, die molekularbiologisch das Krankheitsgeschehen beeinflussen sollen wie Antikörper, lösliche Rezeptoren und Anta- gonisten gegen entzündungsvermittelnde Eiweißstoffe. Bewegungstherapie ist unverzichtbar! Alle Gelenke müssen min- destens einmal täglich (möglichst in warmem Wasser) bewegt wer- den. Inaktivität führt zu schnellerem Fortschreiten der Krankheit! Bei der Radiosynoviorthese (Strahlenbehandlung der Gelenkinnen- haut) werden Beta-Strahler in die Gelenke injiziert. Die Strahlung führt zu einer bindegewebigen Umwandlung der Gelenkinnenhaut. Dadurch soll das tumorähnliche Wachstum der Synovialzellen gebremst werden. Bei der Synovektomie (im Frühstadium) wird die Gelenkinnenhaut entfernt, um deren Zellwachstum zu bremsen. Dieses Verfahren ist auch sinnvoll in Kombination mit der Radiosynoviorthese. Ziele von Gelenkersatz, Versteifung und Gelenkentfernung sind eine bessere Stabilität und geringere Schmerzen.

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