
©2012GrünenthalGmbH 2 Wie wird der Schmerzimpuls zum Gehirn geleitet? Schmerzleitende Nervenfasern Es gibt „dicke“ und „dün- ne“ Nervenfasern. Dicke, z. B. A-Delta-Fasern, leiten Reize schnell und bewirken - z. B. bei einem Nadelstich oder gestoßenen Bein - einen sofortigen hel- len, ersten Schmerz. Dünne, z. B. C-Fasern leiten langsam und führen zu ei- nem dumpfen, anhaltenden zweiten Schmerz. Synapse im Hinterhorn des Rückenmarks So funktioniert eine Syn- apse: Ein ankommendes Si- gnal führt zur Ausschüttung von Neurotransmittern (Botenstoffen) in den synap- tischen Spalt (Zwischenraum zwischen 2 Nervenendigun- gen). Die Neurotransmittter tref- fen auf der anderen Seite des synaptischen Spalts auf Rezeptoren einer 2. Ner- venzelle, die verschiedene biochemische Prozesse aus- lösen und damit das Signal weiterleiten. Schaltstelle Rücken- mark Je nach Gewebe-Schädi- gung und Grad der Sensibi- lisierung ist das Schmerz- signal stärker oder schwächer. Es wird zunächst ins Rü- ckenmark geleitet, wo die Nervenfaser im Hinterhorn endet und durch eine sog. Synapse mit der nächsten Faser verknüpft wird. Diese leitet dann das Schmerzsignal zum Gehirn weiter. A CB Synapsen sind hochkom- plexe, wichtige Nerven- Schaltstellen, die durch verschiedenste Einflüsse reguliert werden. Ankommende Signale kön- nen weitergeleitet oder ge- stoppt, verstärkt oder abge- schwächt werden. Wie wird der Schmerzimpuls zum Gehirn geleitet?