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Patientenatlas Schmerz

©2012GrünenthalGmbH Entstehung Konservative Behandlung Operative Verfahren A B C Knochensubstanz wird durch spezielle Zellen kontinuierlich abgebaut und wieder neu gebildet (Osteoklasten bauen Knochensubstanz ab, Osteoblasten bilden sie neu). Diese ständige Erneuerung („Knochen-Turnover“) findet lebenslang statt. Bei Osteoporose ist dieses Gleichgewicht gestört, so dass der Knochen an Substanz verliert und so instabil wird. Wegen der geringen Festigkeit können osteoporotische Wirbelkörper sehr leicht brechen - beispielsweise durch leichtes Stoßen oder eine ruckartige Bewegung. Meistens werden die Wirbel jedoch langsam zusammengedrückt, was Schmerzen verursacht und als „schleichender Kno- chenbruch“ zu verstehen ist. Wirbelsäulenbrüche beeinträchtigen die Körperstatik und können zu Buckelbildung und durch die Verformung der Wirbelsäule zu sehr starken und chronischen Rücken- schmerzen führen. Bei sehr seltener Kompression des Rückenmarks oder der Nerven kann es zu starken Schmerzen in den Beinen kom- men. Frauen leiden häufiger an Osteoporose als Männer. Mehr als ein Drittel aller Frauen über 60 Jahre ist betroffen. Die häufigste Ursache bei Frauen ist der Östrogenmangel nach den Wechseljahren. Es gibt eine ganze Reihe weiterer Risikofaktoren für die Osteoporose. Ausführliche Informati- onen hierzu gibt die Patientenleitlinie für Osteoporose unter www.dv-osteologie.de 26 Osteoporose-bedingter Rückenschmerz Osteoporose-bedingter Rückenschmerz Vitamin D spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Kalzium-Spiegels im Blut und beim Knochenaufbau. Folgende Medikamente werden zur Behandlung der Osteoporose und Verhinderung weiterer Knochenbrüche eingesetzt: Bisphospho- nate hemmen den Knochenabbau, Parathormon fördert den Kno- chenaufbau. Strontium hemmt den Knochenabbau und steigert den Knochenaufbau, sog. selektive Estrogenrezeptormodulatoren üben auf Knochen einen Östrogeneffekt aus, Denosumab ist ein monoklo- naler Antikörper, der die komplexe Regulation aus Knochenab- und aufbau in Richtung Knochenaufbau moduliert. Eine Schmerzbehandlung ist unbedingt notwendig, damit man üben und sich belasten kann. Inaktivität ist das größte Gift für den Kno- chen und verstärkt die Osteoporose am meisten. Bei der Vertebroplastik wird unter Röntgenkontrolle und örtlicher Betäubung flüssiger Knochenzement in den defekten Wirbelkörper gespritzt. Bei der risikoärmeren Kyphoplastik wird mit einem Ballonkatheter- system zunächst eine Höhle geschaffen, in die ein dickflüssigerer Zement mit niedrigem Druck eingebracht wird. Das Risiko von Ze- mentaustritten ist bei diesem Verfahren geringer.

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