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Patientenatlas Schmerz

©2012GrünenthalGmbH Entwicklung BehandlungsverfahrenA B Veränderungen der Wirbelgelenke sind eine der häufigsten Ursachen von Beschwerden, die ab 50 Jahren hauptsäch- lich an der Halswirbel- und der Lendenwirbelsäule auftreten. Durch die mechanische Belastung kommt es mit zunehmen- dem Alter zu einer Schädigung des Gelenkknorpels. Es liegt hier ein echter Gelenkverschleiß vor, eine Arthrose. Diese Schädigung wird beispielsweise durch eine vermehr- te Fehlhaltung im Sinne eines Hohlkreuzes verursacht. Im Hohlkreuz werden die Facettengelenke im Lendenwirbelbe- reich verstärkt zusammengepresst mit der Folge einer zu- nehmenden Knorpelzerstörung. Das Facettensyndrom äußert sich zunächst in Verspan- nungsschmerzen. Bei zunehmender Knorpelschädigung der Facettengelenke entstehen Schmerzen im Nacken oder Rücken durch mechanische und entzündliche Reizung von Nozizeptoren. Die Schmerzen strahlen nur wenig aus (meist nur bis zum Kniegelenk), neurologische Ausfälle treten nicht auf. Das Facettensyndrom kann die Ursache für andere Krank- heitsbilder wie die Spinalkanalstenose sein. 24 Facettensyndrom (aktivierte Spondylarthrose) Facettensyndrom (aktivierte Spondylarthrose) Die Behandlung ist fast immer nicht-operativ. Basis sind eine mobilisierende, stabilisierende sowie aktiv aufrich- tende Physiotherapie und ggf. ein entlastendes Mieder, das die nach vorn gerichtete Krümmung der Lendenwirbelsäule (Lordose) redu- ziert. Um eine Chronifizierung zu vermeiden, ist eine frühe Schmerzbe- handlung wichtig. Zu Beginn werden Medikamente eingesetzt, die sowohl schmerzlindernd als auch entzündungshemmend wirken. Eine Infiltrationstherapie wird durchgeführt, um die lokal sich selbst erhaltenden schmerzhaften Prozesse zu unterbrechen. Dazu wird beispielsweise ein Lokalanästhetikum in Kombination mit einem Glu- kokortikoid dicht an das betroffene Wirbelbogengelenk gespritzt. Das lokale Betäubungsmittel hat einen sofort schmerzlindernden Effekt, das Kortison hat eine entzündungshemmende Langzeitwirkung. Koagulationsverfahren: Unter CT- oder Bildwandlerkontrolle wird eine Elektrode an das Wirbelgelenk platziert und für 90 Sekunden auf 75-80°C erhitzt. Hierdurch werden die das Gelenk versorgenden, schmerzleitenden kleinen Nerven verkocht (Koagulation). Ähnlich können mit einem Kryoverfahren die schmerzleitenden Nerven „vereist“ werden.

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