Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Patientenatlas Schmerz

©2012GrünenthalGmbH Entwicklung eines Bandscheibenvorfalls Konservative Behandlung Operative Verfahren Wurzelreizung A C D B Als Protrusion wird die Vorwölbung der Bandscheibe be- zeichnet. Sie kann nach Ermüdung des äußeren Faserrings (Anulus fibrosus) entstehen. Prolaps ist der Bandscheibenvorfall. Der Faserring reißt, und Gallertmasse wird in die Zwischenwirbellöcher und den Spinalkanal gepresst. Sequestration ist die Ablösung von Bandscheibenmaterial. 23 Wurzelreizsyndrom nach Bandscheibenvorfall Wurzelreizsyndrom nach Bandscheibenvorfall Ein Bandscheibenvorfall tritt am häufigsten im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Gründe sind Überlastung, mangeln- de Nährstoffversorgung der Bandscheibe durch mangelnde Bewegung und genetisch bedingte Prädisposition (Anfällig- keit). Die geschädigte Bandscheibe drückt die Nervenwurzel zu- sammen (Kompression), so dass diese gereizt oder verletzt werden kann und stark schmerzt. Neben den lokalen Rü- ckenschmerzen führt die Nervenreizung zu einer Ausstrah- lung der Schmerzen in das von dem Nerven versorgte Bein. Im Bein werden die Schmerzen stärker empfunden als im Rücken. Der Schmerz wird als stechend, ziehend und oft als „elektrischer Schlag“ empfunden. Darüber hinaus zeigen sich häufig Sensibi- litätsstörungen (Kribbeln oder „Ameisenlaufen“ entlang der Ner- venbahn). Bei akuten Schmerzen: zunächst Nicht-Opioide und Injektionen von Kortikosteroiden und örtlichen Betäubungsmitteln in die Nähe der Wurzel (periradikulär). Bei chronischen Schmerzen: Schmerzmittel gegen nozizeptive und neuropathische Schmerzen, Physiotherapie und TENS. Das wichtigste Verfahren ist die minimal-invasive Entfernung des Bandscheibenvorfalls unter mikroskopischer Kontrolle (mikrosko- pische Nucleotomie).

Pages