
©2012GrünenthalGmbH 1 Akuter Schmerz - eine Schutzfunktion Schmerz hat eine Bedeu- tung, nämlich uns schädi- gende Einflüsse bewusst zu machen und den Organis- mus vor Dauerschäden zu bewahren. Schmerzreize von außen Typische schmerzauslösen- de Reize sind thermische Reize (sehr heiß oder sehr kalt), mechanische Reize und chemische Reize. Schmerzweiterleitung Schmerzreize werden - von den Nozizeptoren ausge- hend - über Nervenbahnen via Rückenmark ins Gehirn geleitet und dort verarbeitet. Die eigentliche Schmerz- empfindung entsteht erst im Gehirn. Nozizeptoren Diese Reize werden von „Schmerzfühlern“, den sog. Nozizeptoren aufgenommen. Nozizeptoren sind freie Ner- venendigungen, die sich in der Haut und fast allen Orga- nen befinden. Häufig sind sie polymodal, d.h. sie können auf mehrere Reize (mechanisch, ther- misch, chemisch) reagieren. Für die verschiedenen Reizarten befinden sich spezielle Rezeptoren auf der Oberfläche des Nozizeptors. Bei Entstehung eines Reizes (z. B. sehr hohe Tempera- tur) wird der entsprechende A B D C Akuter Schmerz - eine Schutzfunktion Rezeptor aktiviert, so dass er Signale entstehen lässt, die ans Rückenmark geleitet werden. Einige Rezeptoren auf den Nozizeptoren können in der Gegenwart von Entzün- dungsstoffen empfindlicher werden und Reize verstärkt weiterleiten. Schmerzreize durch körpereigene Substan- zen Neben den Schmerzreizen, die von außen auf den Kör- per einwirken, gibt es auch körpereigene Substanzen - sogenannte Schmerzmedia- toren - die chemische Reize auslösen können. Sie entstehen beispielsweise nach Verletzungen und bei Entzündungen, da Körper- zellen dann eine Kaskade biochemischer Reaktionen auslösen.