
©2012GrünenthalGmbH 15 Medikamenten-Kopfschmerz Medikamenten-Kopfschmerz Ursache Symptome BehandlungA B C Ursache ist meist die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Migräne oder Spannungskopfschmerz. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Es entstehen 2 „Teufelskreise“: 1. Die dauerhafte Einnahme senkt die Schmerzschwelle und führt damit zu einer verstärkten Schmerzwahrnehmung. Es tritt ein „Lernprozess“ ein, „frühzeitig“ ein Schmerzmittel zu nehmen. 2. Absetzen des Schmerzmittels führt zur Schmerzverstärkung (Re- bound-Effekt). Auch dies kann zu einer verstärkten Einnahme führen. Ziel ist die Durchbrechung des „Teufelskreises“. Dies ist nur durch die einzig wirksame Maßnahme, den Medi- kamentenentzug möglich. Eine begleitende verhaltenstherapeutische Behandlung (Stressbewältigung, progressive Relaxation) erhöht die Erfolgsaussichten. Entscheidend für den Erfolg des Entzugs sind darüber hinaus die Aufklärung und Einbeziehung des Lebenspart- ners und eine intensive Betreuung durch Arzt und Psychotherapeut. Unter Berücksichtigung der Gesamtproblematik ist in der akuten Phase die Gabe eines Antidepressivums sinn- voll. Bei hoher Motivation und guter sozialer Einbindung kann der Entzug ambulant stattfinden, ansonsten in einer Spe- zialklinik. Um einen Rückfall zu vermeiden, ist eine professionelle Nachbehandlung und vorbeugende Behandlung der ursprünglichen Schmerzen notwendig. Dauerschmerzen, die meist beidseitig den ganzen Kopf betreffen. Sie treten meist täglich auf, min- destens an 15 Tagen pro Monat. Schmerzen sind meist dumpf bohrend oder drückend, selte- ner stechend oder pulsierend. Schmerzstärke: mittelstark bis stark Begleiterscheinungen: Häufig Übelkeit, Ruhebedürfnis und Licht- oder Geräuschempfind- lichkeit.