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Patientenatlas Schmerz

©2012GrünenthalGmbH 14 Cluster-Kopfschmerz Cluster-Kopfschmerz Symptome Auslöser Behandlung von Attacken Vorbeugung A B C D Einseitige, heftige Schmerzattacken, Auftreten jeweils periodisch gehäuft („ge- clustert“) im Frühjahr und Herbst, bevorzugt nachts. Das Durchschnittsalter beträgt 20-40 Jahre, Männer sind 3-mal so häufig betroffen wie Frauen. Episodischer Clusterkopfschmerz (81%): 1 bis 8 Attacken/Tag. Episoden mit Kopfschmer- zen (wenige Wochen bis Monate) werden von schmerzfreien Zeitspannen unterbrochen. Bekannte Auslöser sind Histamin, Nitrogly- cerin und Alkohol. Mit diesen Substanzen können Attacken provoziert werden. Darüber hinaus werden zahlreiche Auslö- ser wie Käse, Glutamat, Nitrit, Gerüche, und Schlafen tagsüber vermutet. Patienten reagieren aber sehr unterschiedlich, teilweise überhaupt nicht. Die gängigen peripher und zentral wirksa- men Analgetika (Schmerzmittel) sind in der Regel unwirksam. Außerdem ist die Attacke meist abgeklungen, bevor die Substanz wirken könnte. Am besten lassen sich die Cluster mit 100% medizinischem Sauerstoff (Gesichtsmaske) oder durch die Gabe eines Triptans unterbrechen (als Nasenspray oder in die Unterhaut gespritzt). Der Calciumantagonist Verapamil ist Mittel der ersten Wahl zur Prophylaxe. Verapamil erweitert die Gefäße und fördert die Durchblutung. Seine Wirkung setzt bei schrittweiser Dosissteigerung aber erst verzögert ein. Daher werden die Cluster mit Prednison oder Prednisolon unterbrochen, das nach 5 Tagen ausgeschlichen wird. Chronischer Clusterkopfschmerz (ca. 13%): Andauernde Clusterperiode (mehr als 1 Jahr) ohne spontane Besserung. oder Besserungsphasen unter 1 Monat. Bei 6% liegt eine kombinierte Form vor. Betroffen: Bereich der Augenhöhle und dahinter bis zur Schläfe. Dauer der Schmerzattacken: 15 Minuten bis 3 Stunden. Schmerzstärke: stark Zusatzsymptome: Gerötete Blutgefäße in der Bindehaut, tränende Augen, Schwellung der Nasenschleimhaut, laufen- de Nase, herabhängendes Augenlid, verengte Pupillen.

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