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Patientenatlas Schmerz

©2012GrünenthalGmbH 5 Schmerzkomponenten und Schmerzqualitäten Schmerzkomponenten Sensorisch-diskriminative Komponente: Analysiert nach Ort, Intensität, Dauer und Art. Affektive Komponente: Schmerz ist mehr oder weniger stark mit Gefühlen verbunden, z. B. Angst, Unlust oder Hilflosigkeit. Vegetative Komponente: Schmerz führt zu Reaktionen des vegetativen Nervensystems (Vegetativums), z. B. Erhöhung von Blutdruck und Pulsfrequenz oder Übelkeit. Motorische Komponente: Schutzreflexe (z. B. Zurückziehen der Hand), Schonhaltungen, Muskelverspannungen. Kognitive Komponente: Schmerz wird anhand früherer Erfahrungen, Beobachtungen oder Informationen eingeordnet und bewertet. A B Schmerzkomponenten und Schmerzqualitäten Schmerzqualitäten Oberflächenschmerzen entstehen in der Haut. Beispiel Nadel- stich: Der 1. Schmerz ist ein heller, gut lokalisierbarer Schmerz, der schnell wieder abklingt (A-Delta-Faser, s. auch Kapitel 1 - „Aku- ter Schmerz - eine Schutzfunktion“). Der 2. Schmerz ist dumpfer, brennender und schwerer zu lokali- sieren (C-Faser). Er setzt in der Regel kurz darauf ein. Oberflächenschmerzen lösen Abwehrreflexe aus. Tiefenschmerzen entstehen in Knochen, Gelenken, dem Bin- degewebe und den Skelettmuskeln. Sie fühlen sich dumpf an, strahlen oft in die Umgebung aus und sind meist schlecht zuzu- ordnen. Eingeweideschmerzen sind eher dumpf und können sehr in- tensiv sein. Sie treten beispielsweise bei starker Dehnung oder Muskelkrämpfen (Koliken) eines Hohlorgans (Gallenblase oder Nierenbecken) auf. Typische begleitende Symptome: Übelkeit, Schweißausbrüche und starke Krankheitsgefühle. A

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